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Brueggener Angelladen
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Artikel - Tackle und Tests

"Abu Garcia fantasista Yabai 20-70 g" versus Uli Beyer's "Baitjigger M 8-50 g"

 

Nachdem ich nun lange Zeit meine Lieblingsrute "Berkley Skeletor 2 Spin" in 14-50 gr. gefischt habe,

lernte ich auch die kleinen Mankos dieser Rute kennen. 

Obwohl die Skellis für ihren Preis wirklich gut sind, strebte ich nun nach mehr Angel-Hightech,

mehr Aktion und Schnelligkeit, eine etwas längere Rute, die aber in punkto Gewicht keine Einbußen macht.

Und ich gebe zu, die Optik spielt bei mir auch eine kleine Rolle.

Diese Kriterien können nur durch moderne,sehr hochmodulierte und leider sehr teure Kohlefaserblanks erfüllt werden.  Die legendären Harrison VHF oder USA Graphite  Blech- Twisterpeitschen, scheiden wegen ihrer hohen Eigengewichte von vorneherein aus, ausserdem sind die VHF`s sehr kritisch, da beim landen eines Kapitalen und steil gestelter Rute, schon manch eine Spitze gebrochen ist. Diese Materialien sind nicht mehr up to date

 

Uli Beyer Spezial Baitjigger M

baitjiggerh3.png- Länge: 2,70 m
- Wurfgewicht: 20 - 75 g
- Gewicht: 240 g
- Transportlänge: 1,40 m
- Teile: 2 Stück

- hohe Schnellkraft
- robuste Kraftreserven im Drill
- original Fuji-Sic-Beringung
- hochwertiger Korkgriff
- extrem ausgewogen in der Hand liegend
- original Fuji-Rollenhalter - 8 Gewinde im Handteil versenkt für maximal ergonomische Griffigkeit

 

Da ich grade ein paar Euronen übrig hatte, stand nun der Entschluss fest, die Skelli aus ihrer Hauptrolle abzulösen!

Ich hatte bereits zwei Ruten ins Auge gefasst, die Baitjigger M 2,7 m  8-50 g von Uli Beyer , die ich bei unserem Event mit Uli testen konnte und  die ABU Garcia Fantasista Yabai in 2,8 m 20-70 g.

 

Der Blank der BJ (Baitjigger) ist aus Japan Carbon T46/T36. Dadurch ist sie relativ leicht und hat durch die hohe Modulation eine gute Aktion - hart, aber nicht zu hart.

Genau das ist der Faktor, der einige Ruten schnell zum Ausscheiden bringt.

Meist sind die harten Dinger dann auch sehr schwere Knüppel, die kein bischen nachgeben kaum Aktion haben und im Drill auch oft  Ausschlitzer zur Folge haben.

Außerdem hat man dann bei dem hohen Rutengewicht bald lange Arme und keinen Spaß mehr am Gerät. Meist tendieren diese Ruten zudem sehr stark zur Kopflastigkeit, was eine sensible Führung des Gummifisches fast unmöglich macht.

 

 

Beim Wurf lädt sich der Blank beider Ruten schön bis zum Griffteil auf, was gute Weiten bringt.

Die Yabai, die noch einen kleinen Tick länger ist  und aus einem noch höher modulierten, schnelleren Blank hergestellt wird, lädt sich enorm beim Wurf auf und ist noch etwas giftiger in ihrer Aktion.

Sie ist etwas härter als die BJ, aber extrem sensibel und man spürt wirklich jeden Zupfer.

Z. B. kann man beim Absinken eines Shads mit Schaufelschwanz, noch auf 50-60 m Entfernung, vorausgesetzt man nutzt eine geflochtene Schnur, das Wackeln des Schwanzes in der Rutenspitze sehen und fühlen.

Abu Garcia Fantasista Yabai !

fanta_yabai.jpg

 

Fantasista Yabai
- Länge 2,80 m
- Rutengewicht 180 g
- 2-teilig
- Wurfgewicht 20 - 70 g

- Fuji-SIC-Beringung

- Fuji-Rollenhalter aus Metall mit Mikrorasterung

- geteilter, hochwertiger Duplongriff und Abu-Metallabschlusskappe

- extrem schneller Blank

 

 

 

 

Die Abu Yabai ist mit ihrem Gesamtgewicht von nur 180 g deutlich leichter als die Baitjigger mit 210 g.

Dadurch, dass die Baitjigger jedoch im Griffteil ein Kontergewicht hat (Abschlusskappe), liegt sie sehr ausgewogen in der Hand.

Hält man den Zeigefinger unter den Rollenfuß, so dass die Rute auf dem Zeigefinger liegt, ist sie vollkommen in der Waage.

Das amortisiert das höhere Gewicht und sorgt für langes entspanntes Angeln.

Die Yabai ist leider nicht ganz so gut ausgewogen; ihr Schwerpunkt liegt etwa 5-10 cm, je nach verwendeter Rolle weiter vorne.

Sie ist aber noch absolut verträglich und nicht ermüdend.

 

Optisch ist die Yabai ein Meilenstein. Edelste Komponenten und aufwändige Verzierungen machen das Stück zum Hingucker und einzigartig.

Die Baitjigger ist  schlicht und mit dem durchgezogenen Korkgriff eher an klassische Modelle angelehnt.

Über die Haltbarkeit des Griffes kann man noch nichts sagen, das wird sich zeigen.

Ich hoffe, dass sich die bekannten Krankheiten wie in der Speedmaster-Serie hier nicht einschleichen, da auch der Blank der BJ eine Aktion bis ans Griffteil hat, so dass der Kork durch die enormen Lasten bricht.

Bei der Yabai wirds da mit dem Duplon Griffen keine Probleme geben.

Ich habe beide Ruten gefischt und kann nur geringe Unterschiede im Verhalten der Ruten feststellen.

Die Yabai ist etwas härter, leichter und hat etwas mehr Power im Wurf; man spürt die Energie des sehr schnellen Blanks.

 

Zählen technische wie auch optische Aspekte, ist die Yabai der Favorit.

Wem allerdings die schlichte Optik nichts ausmacht und einen technisch perfekten Blank für die Gufiererei sucht, der

liegt goldrichtig mit der Baitjigger.

Sie meistert Gummifische bis 12 cm und dazu Jigs mit bis zu 28 g ohne Probleme.

Die Yabai kann noch ein bisschen mehr vertragen, dafür ist sie für den unteren Bereich (kleine, leichte Köder) weniger geeignet.

 

Es gibt viele angebliche Angelgurus, die meinen "Die Rute" entwickelt zu haben, um den schnellen Euro zu machen,

und präsentieren ihre Produkte entsprechend überzogen.

Doch dem Herrn Beyer muss ich ein Kompliment machen, er hat es geschaft, eine sehr gute, preiswerte Rute zu entwickeln, die Seinesgleichen sucht und durchaus mit Ruten jenseits der 300 EUR mithalten kann.

 

Die Baitjigger M ist bei Uli für 159 EUR zu haben.

Die Mittlere Variante Baitjigger H 20 - 75 g Gewicht: 240 g kostet 189 EUR.

 

Eine Yabai liegt da schon in einer Preispanne um die 269 EUR und aufwärts (bei Markteinführung über 600 EUR !).

 

Letztendlich ist es nun meine Traumcombo geworden, die Yabai in 20-70 g mit einer Shimano Twin power 3000 SFC.

 

Ein Traum für jeden Angler , oder ?

 

 

 

Ausschnitt aus dem rutenbauforum.de

ich habe die einfache Frage, was die S3 System Blanks von CMW von den neuen Ruten des Herrn U. B. unterscheidet?

 

Hallo,
die Firma Dream Tackle wurde von mir, Uli Beyer und Heinz Gerlinger vor über 10 Jahren gegründet.
Die UB und die SS3 werden im gleichen Werk produziert. Der Mandrell ist der selbe. Der Unterschied liegt im Material: Uli's Rute ist aus Japan Carbon T46/T36 und die SS3 aus Japan Carbon T52/T46. Der Unterschied Gewicht ca. 5-10% leichter, Aktion etwas giftiger.
Die Dream Tackle Uli Beyer ist als Fertigrute zu diesem Preis vorbehaltlos zu empfehlen, Preis- Leistung ist hier einmalig.

 

 

 

 

 

 

 

 
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