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Wer Zander fangen will, muss Einiges über ihre Lebensweise wissen.
Ich habe hier mal ein paar Infos zusammengetragen, wo man den Zander suchen muss und wie man ihm am besten nachstellt.
Mildes Wetter lässt das Herz jedes Zanderanglers höher schlagen.
Die gespenstisch wirkenden, undurchsichtigen Augen des Fisches sind geschaffen für die Jagd bei schlechten Lichtverhältnissen.
Wenn das Wasser trübe ist, geht der Zander den ganzen Tag über auf Beutesuche; bei klarem Wasser jedoch verlegt er die Jagd auf die Morgen- und Abenddämmerung, manchmal sogar tief in die Nacht hinein.
Im Winter bevorzugt er allerdings auch gerne mal die Mittagsstunden.
Für das Ansitzangeln verwendet man eine etwa 3,30 m bis 3,60 m lange Karpfenrute mit durchgehender Aktion, die ist zum Zanderangeln ideal.
Auch Hechtruten mit vergleichbaren Werten sind geeignet.
Der Zander wehrt sich zwar tapfer, jedoch nicht sonderlich kraftvoll. Zwei bis drei harte Fluchten und die Kollegen sind meist schon müde.
Hechte dagegen machen schon mal die berühmten "Hechtsprünge" und grade kurz am Ufer wieder gut Druck.
Eine Stationärrolle, besser noch eine Freilaufrolle mit einer 0,25er Schnur bespult genügt, sofern der Untergrund nicht allzu hängerträchtig ist. (z. B. Climax Spinline oder Shimano Techniumline).
Beim Spinnfischen sieht das Material wiederum ganz anders aus; siehe weiter unten bzw. meinen Artikel:
Gufieren nach der Ditgeschen Methode ,dort gehe ich näher auf das Material bzw. den Führungsstil ein.
Haken und Köder, angeln mit Köfi.
Ein Stahlvorfach ist zum Zanderangeln nicht unbedingt erforderlich, muss jedoch dort verwendet werden, wo auch mal ein Hecht zur Stelle sein kann, der den Köder nehmen könnte.
Das Geschirr wird vervollständigt durch einen Drillingshaken der Größe 8 oder 10, teilweise können die Widerhaken entfernt sein.
Als bester Köder ist meiner Meinung nach der Köderfisch (natürlich tot!!) anzusehen.
Die fängigsten Köder sind Fischfetzen von Süßwasserfischen.
Mir gehen auch immer wieder Zander an den Haken, die mit Aalstücken versehen wurden.
Der Zander findet wenig bis kein Interesse an Meeresködern wie Markrelen, Heringe (nicht wie der Hecht) oder Sardinen. Einzig mit Stinten wurden gute Zanderfänge gemeldet (Topköder im Harlingsvlieth).
Kleinere Zander beißen auch gerne mal auf Tauwurm, aber die sind nicht unbedingt unser Zielfisch.
Am liebsten mag der Zander hart am Grund angebotene Köderfische von 8-10 cm Länge.
Wichtig ist, dass man in die Schwimmblase des Köderfisches einsticht, damit er absinkt, im Gegensatz zum Angeln auf Hecht und Wels, wo es besser ist, wenn der Köfi über dem Grund schwebt.
Auch gute Fangergebnisse erzielt man, indem man den Köderfisch einige Male in den Flanken einschneidet, er hinterläßt dadurch eine gute Duftmarke.
Knoblauchöl soll das Ganze dann noch fängiger und appetitlicher für den Zander machen, aber man kanns auch übertreiben.
Außerdem erhält man dadurch den ein oder anderen Aal als “Beifang”.
Den Köder bietet man so nah wie möglich an einem Unterwasserobjekt an (Kante, Steine), welches der Zander gerne als Deckung zur Jagd nutzt. Besonders interessant sind die Abbruchkanten am Übergang vom flachen zum tiefen Wasser.
Am besten ist, man hält sich an Angelstellen, an denen es viele Schwärme von Kleinfischen gibt - die Zander sind dann sicherlich auch in der Nähe.
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Die Segelpose
Eine weitere äußerst interessante Variante ist das Angeln auf Zander mit Segelpose.
Fox bietet die System-Drifter-Segelpose Predator an.
An diesem System kann man den Köderfisch, vorausgesetzt die Windrichtung stimmt, direkt an den Kanten "vorbeisegeln" lassen.
Mittels Stopperknoten auf der Hauptschnur wird die richtige Tiefe eingestellt; man sollte den Köderfisch so dicht wie möglich über dem Grund anbieten.
Zum Ermitteln der Tiefe habe ich mir einen "Smartcast" (mobiles Echolot) und einen Tiefenmesser "Imperial" von
Angel-Ussat.de zugelegt.
Der Imperial ist genial; anstatt des Köders an der Angelrute wird der Tiefenmesser montiert, ausgeworfen und auf den Grund absinken gelassen. Anschließend kann die Tiefe abgelesen werden. Durch den Wasserdruck füllt sich das Röhrchen entsprechend der Wassertiefe und es kann die Tiefe in Metern recht genau abgelesen werden.
Ein Ventil unten am Röhrchen dient zum Ablassen des Wassers um eine neue Messung durchführen zu können.
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Tiefenmesser Imperial
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Wichtig ist bei dieser Montage, den Köderfisch mit zwei Drillingen anzubieten ... einen oberhalb am Rücken, damit der Köfi waagerecht präsentiert wird und einen am Schwanzende.
Wie immer Stahl nicht vergessen, weil grade bei dieser Montage oft Hechte einsteigen.
Das Spinnangeln auf Zander
Die Spinnangelei auf Zander gehört zu meinen Lieblingsmethoden. Einige Experimente haben gezeigt, dass man am besten Gummifische an Jigs verwendet, die dicht am Grund geführt werden und dabei etwas Schlamm aufwirbeln.
Der Zander bevorzugt Spinnköder, die den Beutefischen am ähnlichsten sehen.
Es gibt da zwei grundlegend unterschiedliche Shads, die Action und die No-Action-Shads; No-Action-Shads werden in den kalten Monaten bevorzugt, da die Fische träger werden.
In klarem Wasser und bei klarem Himmel verwendet man lieber natürliche Farben; bei trübem Wasser und bedecktem Himmel eher grelle, auffallende Farben.
Im Winter eher sanft und langsam geführt, im Sommer und Herbst mit mehr Aggro führt meistens zum Erfolg.
Ich nutze überwiegend Kopyto River in 10-12 cm (Action-Shad) und die Fin-S in 5,75" (No-Action-Shad).
Gerne verweise ich an dieser Stelle wieder auf meinen Artikel: Gufieren nach der Ditgeschen Methode
In Deutschland gilt der Zander zu einem der beliebtesten Raubfische überhaupt. Dies liegt wohl an seiner grätenarmen Fleischqualität und dem guten Geschmack.
Auch wenn man beim Zanderangeln auf das Stahlvorfach verzichten kann, sollte man den Hecht im Hinterkopf haben. Nur, weil der Angler auf Zander fischt, lässt der Hecht den Köderfisch nicht automatisch links liegen. Außerdem schont es den Hechtbestand, denn man verhindert, dass ausgeschlitzte Hechte mit einem Haken im Maul verenden.
Der Stahl stört die Zander überhaupt nicht.
Am besten eignen sich weiche und mehrfädige Stahlvorfächer, die man (mit einem doppelt durchs Öhr geführten Clinch-Knoten) verknoten kann.
Zum Zanderfang, aber auch für den 20-Pfund-Hecht (man weiss ja nie =)) reicht ein 5-kg-Stahlvorfach. Diese Vorfächer sind so weich, dass auch der Zander davor nicht abschreckt.
Als besonders guter künstlicher Köder eignet sich auch der Spinner, z. B. der Mepps Agila, silber, Größe 5 und vor allem Wobbler.
In Uferbereichen, wo die Steilkante nicht allzuweit vom Ufer entfernt ist und es nur auf ca. 5-6 m abfällt, angle ich gerne mit "Illex Squirrel"-Wobblern.
Die gibt es in verschiedenen und vor allem auch tieflaufenden Variationen.
Z. B. der "Illex Squirrel DD 79", der bis zu 3-3,5 m tief läuft oder der "Illex Squirrel SDD" (super deep) knackt mitunter die 4-m-Marke.
Diese Fangmaschinen dicht über den Grund getwitscht haben sich mit ihrem "Kickback" als äußerst fängig erwiesen; gerne kommen auch dicke Barsche als Beifang mit an Land.
Auch fängt man mit sogenannten Kombi-Ködern gute Zander. Bei einem Kombi-Köder wird hinter einem Gummifisch Fischfetzen geschaltet.
Viel Erfolg beim Beangeln des Zanders wünscht das profishing-Team.
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