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Brueggener Angelladen
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Artikel - Angel Tips nicht spezifisch
 

Tipps für Schleienangler


Wann, wo und wie?
- Allgemein gilt: Bei Hitze nah am Ufer, bei Kälte weiter draußen und tiefer auf Schleien fischen.
- Schleien fängt man bevorzugt am Rande von Schilfgürteln und Krautfeldern. Diese bieten ihnen während der Ruhezeiten ideale Versteckmöglichkeiten.
- In Seen stehen die Schleien im Sommer meist an der ersten Scharkante, wenn diese in einer Entfernung von bis zu 20 m vom Ufer verläuft. Ist die erste Scharkante weiter draußen, so ziehen die Schleien näher am Ufer entlang.
- Auf schlammigem Boden sind die Schleien überwiegend nachtaktiv, ist der Boden hart, so suchen sie auch vermehrt am Tag nach Futter.
- Beim Angeln auf Schleien hat sich die leicht überbleite Posenmontage bewährt (Abb. oben). Wenn die Schleie den Köder aufnimmt, hebt sich die Posenspitze aus dem Wasser.
- Wenn man vor dem Angeln mit einem Seil eine Harke über den Gewässerboden zieht, werden viele im Schlamm verborgene Futtertiere freigelegt. Das zieht die Schleien an. Diese Methode sollte man aber nur auf kleinen Flächen anwenden und nicht im Hochsommer in stehenden Gewässern, weil dadurch auch giftige Faulgase ins Wasser gelangen können.
- Um in dichtem Kraut eine Angelstelle für Schleien zu schaffen, befestigt man an einer Bügelsäge rechts und links je ein Seil und zieht damit die Bügelsäge durchs Kraut. Aber bitte nur eine kleine Stelle damit entkrauten, weil Unterwasserpflanzen eine wichtige Reinigungsfunktion haben.

Womit?
- Da Schleien im Vergleich zu Karpfen nur einen relativ kurzen Darm haben, können sie pflanzliche Kost schlecht verwerten, Schleien fressen lieber tierische Kost: Maden, Caster, Würmer, Insekten usw., Forelli hat sich zum Anlocken bewährt.
- Schleienfutter sollte möglichst dunkel sein, weil helles die Schleien misstrauisch macht.
- In Zimt eingelegt Maden wirken attraktiv auf Schleien. Auch mit Zimtboilies kann man Schleien anlocken und fangen.
- Eine Hand voll gut verrotteter Kompost, alleine eingeworfen oder dem Futter beigemischt, zieht Schleien an. Der Kompost muss allerdings mindestens 2 Jahre alt sein, sonst fault er im Wasser noch nach und belastet damit das Wasser. Die gleiche negative Wirkung erreicht man durch zu viel Kompost, hier gilt also die Devise: Weniger ist mehr.

Tipps für Brassenangler


- November bis März sind schlechte Brassenmonate. Die Fische ruhen in Schwärmen in den tiefen Löchern und fressen kaum etwas. Erfolgversprechend sind höchstens die Mittagsstunden bei Tauwetter.
- April bis Mitte Juni sind gute Brassenmonate. Die Fische suchen eifrig nach Nahrung, um sich auf das Laichgeschäft vorzubereiten. In der Morgen- und Abenddämmerung ziehen sie ins wärmere, flache Wasser, bei Sonnenschein ziehen sie sich in tiefere Gewässerteile zurück.
- Ab Juli, nach der Laichzeit, fressen die Brassen wieder gut, sie ziehen aber jetzt in die schnellere Strömung. In Seen findet man die Brassen oft über der Sprungschicht.
- Im September und Oktober fressen sich die Brassen Winterspeck an. Sie ziehen jetzt wieder mehr ins flache Wasser, vor allem in der Dämmerung. Allerdings fressen die Brassen nach Temperatur- oder Luftdruckabfall kaum.

- Brassen reagieren empfindlich auf Störungen. Deshalb sollte man das gesamte Futter zu Beginn des Angelns einwerfen und kein Futter mehr nachwerfen.

- Es empfiehlt sich, das Vorfach mindestens 30 cm auf dem Gewässerboden aufliegen zu lassen, damit die Brassen nicht an die Schnur stoßen und misstrauisch werden. Das Vorfach sollte aus Fluocarbon sein, dieses Material hat die gleiche Lichtbrechung wie Wasser und ist deshalb für die Fische praktisch unsichtbar.

Köder am Grund bewegen
Wenn beim Angeln mit Grundblei die Fische nicht beißen wollen, zieht man den Köder 10-20 cm langsam über den Grund und lässt ihn dann wieder ruhen. Das reizt häufig die Fische zum Anbiss. Bewährt hat sich diese Methode bei Rotaugen, Brassen, Döbeln und Schleien.

Tipps für Karpfenangler:


Die Köder:
- Die gebräuchlichsten Karpfenköder sind Mais, Wurm, Kartoffel und Teig (v.a. Kürbiskernteig). Weiterhin kann man mit folgenden Ködern Karpfen angeln: Maden, Boilies, Bananenscheibe, Hundefutter-Ringe (Frolic usw.), Frühstücksfleisch, Tigernüsse, Kichererbsen, Bohnen, Lupinen, Zirbelnüsse usw. Es wurden aber auch schon Karpfen mit Moderlieschen und Blinkern gefangen, das dürfte aber sicherlich die große Ausnahme sein.
- Man hat festgestellt, dass nicht der Geruch, sondern der Geschmack des Köders entscheidend ist für die Annahme des Köders durch Karpfen. Flavours sollten also in erster Linie den Karpfen gut schmecken. Man kann leicht feststellen, ob ein Flavour gut schmeckt, indem man es mit Wasser verdünnt und selbst probiert.
- Die Auswahl der verwendeten Lockstoffe ist von der Jahreszeit abhängig:
im Frühjahr: Lebkuchen, Vanille, Karamel oder Fisch,
im Sommer: sehr süße Aromen wie Erdbeere, Banane oder Tutti-futti,
im Herbst: Hanf, Cumin, Koriander, Nuss oder Fisch und
im Winter: Hanf oder Leber.
Geheimtipp: In Knoblauch eingelegte Garnelen sollen ein prima Karpfenköder sein.
- Wenn das Wasser warm ist, sollten Boilies möglichst wenig oder gar kein Milchprotein enthalten, weil dies im Wasser schneller verdirbt. Wenn die Karpfen ein mal schlechte Erfahrungen mit verdorbenen Milchboilies gemacht haben, meiden sie in Zukunft diese.
- Bei schlammigem Boden empfiehlt es sich, einen normalen Boilie mit einem Pop-Up-Boilie zu kombinieren, dann schwebt der Köder etwas über dem Grund. Alternativ kann man auch eine schwimmende Brotflocke verwenden oder einen Wurm mit einem Stückchen Styropor oder besser noch Kork.

Anfüttern:
- Es empfiehlt sich, etwa 3-5 Tage vor dem Karpfenangeln mit dem Anfüttern zu beginnen.
- Man füttert möglichst mit dem Köder an, den man auch beim Angeln einsetzt.
- Man füttert möglichst immer zur selben Zeit an.
- Insbesondere Boilies erweisen sich nur dann als zuverlässiger Köder, wenn die Karpfen daran gewöhnt sind. Also vorher anfüttern.
- Beim Anfüttern mit Boilies sollte man diese sparsam verwenden (eine Hand voll pro Tag genügt) und Partikelköder (Mais, Kichererbsen, Bohnen o.ä.) zufüttern, dadurch werden die Boilies, vor allem wenn sie den Karpfen noch unbekannt sind, schneller angenommen.
- Möglichst so anfüttern, dass es niemand sieht, sonst sitzt am nächsten Tag vielleicht ein anderer Angler an der Stelle.
- Im Sommer, wenn die Karpfen viel fressen, legt man am Besten einen größeren Futterteppich an (z.B. 10 x 10 m) und angelt auf diesem Futterteppich mit 2 oder 3 Ruten. Im Winter dagegen, wenn die Karpfen schnell satt sind, füttert man nur wenig und punktförmig an, weil die Karpfen sich dann nur wenig bewegen.

Die beste Zeit, der beste Platz:
- Karpfen beißen am Besten bei starkem Wind, weil dann das Wasser durchmischt wird und sauerstoffreicher ist, das kurbelt den Stoffwechsel und damit auch den Appetit der Karpfen an. Bei sehr kaltem Wind ziehen sich die Karpfen aber an windgeschützte Stellen zurück.
- Im Sommer und bei warmem Wasser ziehen die Karpfen in den frühen Morgen- und Abendstunden, vor allem aber nachts ins flachere Wasser, weil sie dort viel Nahrung finden und weil nahe der Oberfläche der Sauerstoffgehalt des Wassers höher ist. Bei warmem Wind ziehen Karpfen gern zu dem Ufer, an das der Wind das warme Oberflächenwasser treibt.
- Im Winter ist der Stoffwechsel der Karpfen stark eingeschränkt, sie beißen dann, wenn überhaupt noch, sehr vorsichtig. Deshalb darf man im Winter nur sehr wenig anfüttern. In der kalten Jahreszeit ziehen sich die Karpfen in tiefere Wasser zurück: In 1,5-3 m tiefem Wasser überwintern die Karpfen an den tiefsten Stellen, in tieferen Gewässern halten sich die Karpfen im allgemeinen zwischen 8 und 12 m Tiefe auf.
- Wichtiger als die Tiefe ist die versteckreiche Struktur des Gewässerbodens. In der kalten Jahreszeit und in den Ruhephasen stehen die Karpfen gern im Kraut, zwischen Wurzeln, unter umgestürzten Bäumen, an Pfählen und im Schilf, jedoch ungern in tiefen Löchern. Deshalb sollte man den Köder unmittelbar davor präsentieren.
- Wenn nach dem Neumond die Nächte heller werden, ziehen die Karpfen immer weiter in die Flachwasserbereiche, nach dem Vollmond ziehen sie wieder ins tiefere Wasser. Das Alles trifft auch bei bedecktem Himmel zu, jedoch nicht wenn der Mond tagsüber am Himmel steht.
- Die beste Beißzeit im Sommer sind die zweite Nachthälfte und die Morgendämmerung, im Winter dagegen der Nachmittag und die Abenddämmerung. Dies ist jedoch nur eine sehr allgemeine Regel.
- Entscheidend für das Beißverhalten der Karpfen ist auch die Temperatur des Gewässers (mit einem Thermometer in ca. 1 m Tiefe messen): Zwischen Januar und April angelt man bevorzugt in flachen Gewässern, die sich nach einigen warmen Tagen schnell erwärmen. Wenn im Frühjahr die Wassertemperatur über 14 °C steigt beißen die Karpfen kaum noch, sie bereiten sich jetzt auf das Laichen vor. Verzögert kaltes Wetter das Ablaichen, so geraten die Karpfen in eine passive Wartephase. Ab 18 °C laichen die Karpfen zwischen Ende Mai und Ende Juni. Nach der Laichzeit beißen die Karpfen wieder gut bis zu einer Wassertemperatur von etwa 25 °C. Wird das Wasser wärmer, so beißen die Karpfen kaum noch. Wenn im Herbst die Wassertemperatur sinkt beißen die Karpfen wieder gut. Sinkt die Wassertemperatur im Herbst unter 10 °C, so beißen die Karpfen kaum noch, weil sie sich schon Winterspeck angefressen haben. Im Winter fressen die Karpfen nur noch sporadisch.
- Wo Enten und Schwäne regelmäßig gefüttert werden stellen sich auch bald die Karpfen ein.

Tipps für Hechtangler


Wo stehen die Hechte?
- Bevorzugt dort, wo Versteckmöglichkeiten sind (Wurzeln, überhängende Ufer, Stege, Treibgut, Bäume im Wasser, Schilfgürtel, Krautfelder usw.).
- Bevorzugt dort, wo sich auch ihre Nahrung aufhält. Es lohnt sich also, zunächst auf Kleinfische anzufüttern.
- Hechte jagen bevorzugt im Schatten oder zumindest aus dem Schatten (Deckung) heraus. Bei Sonnenschein und klarem Wasser ducken sie sich ins Kraut oder sie stehen unter Schatten spendenden Seerosenblättern oder Ästen. Sie kommen erst gegen Abend und im Morgengrauen aus ihren Verstecken, nachts gehen sie auf Tauchstation. Bei trübem Wetter und Wasser sind die Hechte dagegen ganztägig aktiv.
- Hechte stehen gern unter Kanten und warten auf Fische, die vom flachen ins tiefe Wasser wandern. Deshalb möglichst den Köder vom flachen ins tiefe Wasser ziehen und nicht umgekehrt.
- Im Hochsommer, wenn das Wasser zu warm ist, stehen die Hechte tagsüber tief (über der Sprungschicht, meist 3-4 Meter) und kommen erst bei Einbruch der Dämmerung zum Rauben ins flachere, 1-2 Meter tiefe Wasser. Auch im Winter, wenn das Wasser kalt ist, stehen die Hechte meist tief. Ansonsten stehen sie meist im Mittelwasser und rauben zur Oberfläche hin. Ausnahme 1: Die alten Rogner stehen in der Regel tiefer (bis 8-9 Meter Tiefe) als die Milchner und sind weniger beweglich als diese. Ausnahme 2: Manche Hechte stehen in der Frühsonne unmittelbar unter der Wasseroberfläche, um sich aufzuwärmen.
- Wenn in einem See bei starkem Wind die Wellen im Uferbereich Sand und Schlamm aufwirbeln und dadurch das Wasser dort trüb ist, ziehen die Hechte so weit vom Ufer weg, bis das Wasser klarer wird.
- Während und nach der Laichzeit (März bis Mitte Juni, sobald das Wasser mehr als 6°C warm ist) sind die Hechte am Aktivsten, sie ziehen dann unruhig umher und fressen in diesem Zeitraum die Hälfte der jährlichen Nahrung. Im Sommer werden die Hechte ruhiger, jetzt schwimmt ihnen ja genug Futter direkt vor die Schnauze. Mit dem ersten Frost frisst sich der Hecht seinen Winterspeck an und bleibt ab November meist an seinem Standort.
- Bei Hochwasser stehen die Hechte an ruhigen Stellen. Hier benutzt man einen toten Köderfisch, den man im Zeitlupentempo über den Grund zieht.

Einige wichtige Grundregeln:
- An ruhigen, windstillen Tagen und bei klarem Wasser sollte man bevorzugt in der Dämmerung die Ränder von Unterwasserhindernissen, Krautfeldern, Scharkanten, Stegen oder schattigen Uferböschungen absuchen.
- Bei leichtem Wind sind die Chancen besser als bei ruhigem Wasser.
- Bei Hechten, die noch nie beangelt wurden sind Kunstköder fängiger. In stark befischten Gewässern dagegen meiden die Hechte Kunstköder und bevorzugen Naturköder.
- Beim Bootsangeln sollte man das Boot nicht über die Unterstände hinweg sondern daran vorbei treiben lassen, sonst könnten die Hechte aufgeschreckt werden und flüchten.
- Befischt man mehrmals hintereinander die selbe Stelle so sollte man öfter den Köder wechseln.
- Bei tief stehender Sonne ist es zwar unbequem, gegen die Sonne zu angeln, aber der Hecht wird dabei nicht geblendet und kann den Köder besser sehen.
- Falls der Hecht unter das Boot zieht, muss die Rutenspitze sofort ins Wasser, sonst macht es "knacks" und die Rute war einmal.
- Beim Drill hält man die Rute nicht in Richtung des Fischs sondern immer um 90° versetzt. So zwingt man den Fisch auf eine Kurvenbahn und ermüdet ihn schneller.
- Weitere Tipps für Hechtangler finden sie weiter unten bei den anderen Tipps.

Wann welche Köder?
- Im Frühjahr (April bis Mai) fressen die Hechte gern Kaulquappen. Ein kleiner schwarzer Twister, langsam durchs Wasser gezogen, verspricht Erfolg. Fresszeit: ganztägig.
- Im Juni sind laichende Weißfische eine leichte Beute für hungrige Hechte. Deshalb sollte man an den Weißfisch-Laichplätzen angeln. Fresszeit: morgens und abends.
- Im Juli jagen die Hechte dicht unter der Oberfläche. Schwimmwobbler und Jerkbaits, ruckartig an der Oberfläche geführt, sind jetzt besonders fängig. Fresszeit: morgens und abends.
- Im August jagen die Hechte in der Dämmerung an der Oberfläche, am Tag dagegen mehr im tiefen, schnellen und sauerstoffreichen Wasser. Beste Köder sind jetzt Froschimitationen an der Oberfläche oder Gründlinge am Grund an der Strömungskante. Fresszeit: sehr früh morgens oder sehr spät abends.
- Im September sind kleine Fische und Krebse die bevorzugte Beute der Hechte. Beste Köder: einsömmrige Köderfische und Gummikrebse. Fresszeit: sehr früh und sehr spät.
- Im Oktober sind Fische und Würmer, dicht über Grund angeboten, Erfolg versprechend. Fresszeit: ganztägig, besonders jedoch am Morgen.
- Ab November sind große Fische der beste Köder. Dabei fressen große Hechte auch die kleineren Artgenossen und Barsche. Langsam geführte Kunstköder mit Barsch- oder Hechtdekor sowie tote Köderfische auf Grund sind jetzt angesagt. Fresszeit: bevorzugt mittags. Tief fischen!

Tipps für Barschangler

- Wenn man einen Barsch gefangen hat, schlägt man ihn ab und löst dann vorsichtig die Augen heraus. Man hängt ein Auge so an den Haken, dass der Glaskörper in Innern des Auges nicht beschädigt wird. Die Barsche sollen wie wild darauf beißen.

- Barsche werden von allem angezogen was glitzert. Man kann z.B. zerdrückte Eierschalen, Fischschuppen oder Glitter einwerfen, um die Barsche anzulocken und am Platz zu halten.

- Ein auftreibender Twisterkopf, kombiniert mit einem Wurm oder Fischfetzen, ist ein guter Barschköder. Man montiert ihn an einem etwa 1 m langen Vorfach. An den Wirbel knüpft man einen kurzen Seitenzweig mit einigen Schrotbleien, um die Montage auf Tiefe zu halten. Die Montage wird ruckweise mit kurzen Pausen eingeholt. Statt des auftreibenden Twisterkopfs kann man auch einen einfachen Haken nehmen, wenn man eine kleine Styropor- oder Korkkugel direkt hinter dem Haken auf das Vorfach zieht.

- Ein jagender Artgenosse weckt den Futterneid der anderen Barsche. Mit einem Tandemspinner kann man diese Situation imitieren: Dazu ersetzt man an einem kleinen Spinner (z.B. Größe 0) den Drilling durch einen Sprengring und hängt in diesen einen größeren Spinner (z.B. Größe 1 oder 2). Oder man schaltet 5-10 cm vor einen barschfarbigen Wobbler oder Spinner eine Fliege oder ein Wurmstück am kurzen Seitenzweig. Oder man ersetzt den Drilling eines kleinen Pilkers durch einen Haken am 5 cm langen Vorfach. Auf den Haken kommt ein Wurmstück. Diese Montage wird wie beim Pilken auf und ab bewegt.
- Barsche sind Kannibalen. Spinner oder Wobbler mit Barschdekor sind deshalb besonders fängig. Man kann auch einen kleinen Barsch auf einen langschenkeligen Butthaken aufziehen und damit spinnfischen.

- Stehen die Barsche unter Ästen oder Bootsstegen, so kann man sich mit folgendem Trick behelfen: An ein bootförmiges flaches Brettchen bindet man vorn eine lange Schnur. Man legt den Kunstköder auf das Brettchen und lässt es mit dem Kunstköder unter dem Hindernis hindurch treiben. Dann zieht man mit einem kurzen Ruck den Kunstköder vom Brettchen und holt ihn ein. Das Brettchen kann man an der Schnur wieder einholen.

Tipps für Welsangler 

- Folgende Naturköder eignen sich für den Fang von Welsen:
Tauwürmer, Fische, Fischfetzen, Krebse, Muschelfleisch, Mäuse, Eintagsküken, Heuschrecken, Schnecken, Insekten (v.a. Maulwurfsgrillen), Blutegel, Leber, Gedärme von Hühnern und Enten. Grundsätzlich gilt: Der Wels ist kein Aasfresser, deshalb müssen Naturköder immer frisch und nicht ausgelaugt sein. Leber z.B. sollte nicht länger als 30 Minuten am Haken bleiben. Je größer die Welse sind, desto größer sollte auch der Köder gewählt werden.

- Besonders fängig sind Kunstköder, die schon bei langsamer Führung eine gute Aktion zeigen.

- Eine gute Welsrute hat ein hartes, federndes Rückgrat und ein Wurfgewicht zwischen 100 und 300 Gramm. Sie sollte 3-3,5 m lang sein, für Weitwürfe mit schweren Ködern ist jedoch eine 4-m-Rute geeigneter. Spinnruten sollten 2,7-3 m lang sein und ein Wurfgewicht zwischen 40 und 80 Gramm haben.

- Die Rolle zum Welsfang muss besonders robust sein und sollte 200-300 m Schnur fassen. Rollen mit Metallgehäuse sind hier angesagt.

- Eine geflochtene 50er Schnur kann einem Wels Paroli bieten, zum Spinnfischen sollte die Schnur mindestens 0,30 mm Durchmesser haben.

- Da das Maul des Welses sehr hart ist, sollte man statt eines Drillings lieber einen stabilen Einzelhaken der Größe 1/0 bis 6/0 verwenden. Der Haken muss superscharf sein.

- Tagsüber liegen die Welse meist träge in ihrem Versteck: unter ausgespülten Uferpartien, unter Wurzeln oder umgestürzten Bäumen, in tiefen Buhnenkesseln und Kolken mit langsamer Drehströmung oder in einer Vertiefung des Gewässerbodens.

- Welse halten sich bevorzugt über schlammigem Grund auf, meiden dagegen steinige und kiesige Böden.

- Je wärmer das Wasser ist, desto besser beißen die Welse. Die meisten Welsfänge werden im August erzielt. Warme oder schwüle, bedeckte Sommertage sind ideal, vor allem, wenn kurz zuvor starke Regenfälle und Wind das Wasser mit Sauerstoff angereichert haben. Wenn sich gegen Abend das Wetter verschlechtert, beißen auch die Welse schlechter. Bei langanhaltenden Hitzeperioden dagegen werden Welse beißfaul.

- Die besten Fangaussichten bestehen zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht, auch vor der Morgendämmerung gehen die Welse oft noch einmal auf Raubzug.

- Aufkommende Gewitter veranlassen die Welse, auch tagsüber auf Beutefang zu gehen.

- Nach starken Regenfällen suchen Welse gern in Ufernähe nach Würmern, Fröschen und Insekten, die ins Wasser gespült wurden.

- Besonders in der Laichzeit der Friedfische ziehen die Welse nachts auch ins flache Wasser zum Rauben. Dann ist auch der Versuch mit einem Oberflächen-Kunstköder Erfolg versprechend.

Tipps für Aalangler


Wann, wo und wie?
- Ab Anfang Juni bis zum Herbst beißen die Aale gern im Mittelwasser, dann sind kleine Fische der beste Köder. Ist das Wasser kalt, bevorzugen die Aale Nahrung am Grund, dann sind Würmer erfolgversprechend. Leben auf dem Boden aber viele Krebse, Muscheln und Kleintiere, dann suchen die Aale ganzjährig am Gewässergrund nach Nahrung.
- Je heller der Mond ist, desto mehr ziehen sich die Aale in die Strömung bzw. zur Oberfläche hin. Also bei Vollmond den Köder im Mittelwasser oder dicht unter der Oberfläche präsentieren.
- Von September bis November sollen große Aale auch tagaktiv sein und schon nachmittags beißen.
- Unter 12-15 °C beißen die Aale kaum noch.
- Aale lieben sauerstoffreiches Wasser. Vor allem die dicken Aale beißen meist sehr nah am Ufer. Im Sommer hat es keinen Zweck, in tiefen Seen am Grund zu angeln.
- Licht und Krach verscheuchen die Aale.
- Die Rutenspitze sollte nicht zum Himmel, sondern zum Wasser zeigen. Statt einer Aalglocke verwendet man besser einen elektronischen Bissanzeiger in Verbindung mit einem leichten Run-Clip. So kann der Aal ungehindert abziehen und wird nicht misstrauisch.
- Biege die Hakenspitze etwas zur Seite, dadurch kann der Haken besser greifen.
- Verwende geflochtenes Vorfach oder Kevlar, das merkt der Aal nicht so schnell, weil es weicher und dünner ist.
- Verwende kein Vorfach direkt von der Rolle. Dieses ist meist noch mit Chemikalienresten aus der Herstellung behaftet, welche den Aal abstoßen.
- Aale greift man sicher mit einem alten Handtuch, noch besser ist ein Filetierhandschuh aus Edelstahl.

Womit?
- Mit 2-3 cm langen Stücken von Tintenfisch oder von Köderfischen anfüttern.
Oder einige Weißfische mit Kopf und Eingeweiden durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen, Kugeln daraus formen, in der Mitte der Kugel einen Stein verstecken und die Kugeln einfrieren. Zum Anfüttern einfach die gefrorenen Fischkugeln ins Wasser werfen.
- Durchgedrehte Fischabfälle, vermischt mit Paniermehl und Blutpulver ergeben ein gutes Anlockfutter für den Futterkorb.
- Auf den Hakenschenkel eines Wurmhakens kommt eine Styroporkugel von ca. 1 cm Durchmesser. Darüber einen ganzen Tauwurm (nur ein mal in der Mitte gehakt) oder ein ca. 3 cm langes Stück Tintenfischarm anbringen. Die Styroporkugel mit Raubfisch-Lockstoff bestreichen. Ca. 5 cm hinter dem Haken kommt ein Klemmblei von etwa 3-5 Gramm auf die Schnur. So schwebt der Köder immer über dem Grund.
- Für die Grundmontage einen Köderfisch von ca. 5-10 cm Länge mit einer Ködernadel so auf einen langschenkeligen Butthaken ziehen, dass die Hakenspitze hinter den Kiemen austritt und das Hakenende am Schwanz. Dann eventuell noch eine Gummiperle über die Hakenspitze bis zum Hakenbogen ziehen, so liegt die Hakenspitze immer frei. Der Butthaken hat den Vorteil, dass meist noch ein Teil aus dem Maul des Aals herausschaut, so kann man den Haken leichter entfernen. Für die schwebende Posenmontage den Köderfisch so aufziehen, dass der Haken aus dem Maul schaut und die Schnur in Höhe der Rückenflosse austritt. Dadurch schwebt der Köderfisch waagerecht im Wasser.
- Würmer, Leber und Leberkäse werden attraktiver für Aale, wenn man sie vor dem Auswerfen in das Öl aus der Sardinen- oder Lachsersatzdose tunkt. Krabben dagegen bietet man besser so an wie sie sind.
- Andere Lockstoffe nie direkt auf den Köder geben, sie sind meist zu hoch konzentriert und verscheuchen die Aale. Bei der Verwendung von Lebertran oder Rosenöl sollte man diese aufs Blei auftragen oder man bindet etwas Watte auf die Hauptschnur und tränkt sie mit wenig Lockstoff. Wenn du geflochtenes Vorfach verwendest, kannst du dieses mit Lockstoff tränken.
- Ziehe statt eines ganzen Tauwurms einen halben auf und zwar so, dass sich das Ende des Wurms auf dem Hakenschenkel befindet, die durchtrennte Stelle aber nur 1 cm frei hängt. Zieht man den Wurm umgekehrt auf, dann häufen sich die Fehlbisse, weil der Aal meist das "offene Ende" bevorzugt. Eine Bienenmade zusätzlich erhöht die Lockwirkung.
- Man schneidet aus Köderfischen V-förmige Fetzen von etwa 4 cm Länge und 1-2 cm Breite. Am Fischfleisch soll sich noch Haut befinden, so hält der Fetzen besser am Haken. Diesen sticht man am breiten Ende des Fetzens von der Fleischseite zur Hautseite durch und etwa 1 cm darunter wieder von der Hautseite zur Fleischseite. So liegt die Hakenspitze auf der Fleischseite und ragt deshalb kaum vor.
- Tauwürmer werden fängiger, wenn man noch ein Stück einer Nacktschnecke mit auf den Haken zieht. Man kann auch Nacktschnecken allein als Aalköder verwenden.
- Auch Streifen aus Rinderherz sind ein sehr guter Aalköder. Man kann ihre Fängigkeit noch steigern, indem man sie mit etwas Fischöl bestreicht. Auch Leberkäse kann man zum Aalfang verwenden.
- Frischer Speck (kein geräucherter) soll bei kaltem Wasser ein Top-Köder sein.
- Aale mögen keine alten und vergammelten Köder. Sobald bei Köderfischen die Leichenstarre eingetreten ist, lässt der Aal sie links liegen. Man sollte deshalb etwa alle 30 Minuten den Köder (auch den Wurm) wechseln.
- Aale mögen keinen Nikotingeruch. Raucher sollten deshalb die Hände mit Sand oder Schlamm einreiben und dann abwaschen, bevor sie den Köder angreifen.
- Der Top-Köder im Sommer: Von im Frühjahr gefangenen Fischen entnimmt man den Rogen und friert ihn ein. Im Sommer bindet man kleine Portionen des Rogens in ein Stückchen Damenstrumpf und befestigt dieses am Haken. Man kann sogar versuchen, mit diesen Säckchen zu pöddern.
- Auch Tubifex-Würmer kann man im Damenstrumpf-Säckchen präsentieren, sie sind ein hervorragender Aalköder.

- Noch ein guter Aalköder: Tauwurm mit Mistwürmern kombiniert.
- Ist der Grund hängerträchtig, dann fischt man besser mit Unterwasserpose und bietet den Köder im Mittelwasser oder in Oberflächennähe an. Außerdem ist es dann besser, statt eines Birnenbleis einige dicke Schrotbleie ans Schnurende zu klemmen. So verliert man höchstens ein paar Schrotbleie, die Montage bleibt jedoch erhalten.
- Wenn man dem Wurm mit einer Spritze Luft injiziert versinkt er nicht im Schlamm allerdings macht er dann auch schneller schlapp.
- Silberpapier oder Alufolie, dünn um das Vorfach gewickelt, soll die Attraktivität des Aalköders erhöhen.

Auf Rapfen mit Wasserkugel


Man montiert am Ende der Hauptschnur eine ovale, rote oder rot/weiße Wasserkugel mittlerer Größe. Am etwa 50 cm langen Vorfach dahinter bindet man eine Nassfliege oder einen kleinen Streamer an. Man holt die Wasserkugel schnell an der Oberfläche ein. Durch das Platschen der Wasserkugel verscheucht man jeden anderen Fisch, Rapfen aber werden dadurch angelockt.
Noch fängiger ist ein Spinner oder Blinker dem man 15-20 cm weiter vorn einen kleinen Streamer am kurzen Seitenzweig vorschaltet.

Raubfische anfüttern
- Drehe 3 mittelgroße Rotaugen oder Fischabfälle durch den Fleischwolf (grobe Scheibe) und mische zwei Packungen Paniermehl unter. Falls nötig noch Wasser zugeben. (Rezept von Andreas Renz)

- Die durchgedrehten Fische kann man auch in einen alten Damenstrumpf stopfen und diesen entweder in Oberflächennähe ins Wasser hängen oder mit einem Stein an einem Seil am Grund präsentieren.

- Heringe pürieren, mit Paniermehl mischen, in eine Eiswürfelform verteilen, in jedes Fach einen Stein legen und dann einfrieren. Die gefrorenen Heringswürfel dann vor dem Angeln im Bereich der Angelstelle verteilen.

- Ebenfalls sehr gut zum Anfüttern von Raubfischen und Plattfischen eignen sich gelochte Filmdosen mit Watte, auf die man einige Tropfen Lebertran oder Sardinenöl gibt.

- Man kann Köderfische in Stücke schneiden und damit anfüttern. Neben Weißfischen eignen sich dazu auch in Stücke geschnittene grüne Heringe. Achte aber darauf, dass die Schwimmblase leer ist, sonst schwimmen die Fischstücke an der Oberfläche davon.

- Wenn man Barsche anfüttert, sollte man keine Eingeweide von Fischen verwenden, weil diese die Barsche abschrecken.

bild1.jpg

Tricks für den Forellenteich
- Schleppe mal ein grünes Gummibärchen über den Forellenteich oder ein L-förmig auf den Haken gefädeltes Stück Plastikwurm (Farbe chartreuse glitter), das du vorher 15 Minuten lang in Krabbenöl eingelegt hast.

- Direkt vor dem Wirbel montiert man frei auf der Hauptschnur ein Birnenblei oder einen kurzen Seitenzweig mit einer Schrotblei-Kette. An den Wirbel knotet man ein 50 - 100 cm langes Vorfach und an dessen Ende einen kleinen, schwimmenden Twisterkopf. Den Haken bestückt man mit Maden, Wurm oder Brut. Diese Montage wird langsam gezupft. (Abb. 1)

- Auf den Hakenschenkel kommt ein Styroporkügelchen und auf den Hakenboden eine Made oder ein Mistwurm. 5 cm hinter dem Haken noch ein Blei von ca. 2-3 Gramm anbringen, dann schwebt der Köder ca. 5 cm über dem Grund.

- Tote Fischbrut (ca. 4-5 cm lang), mit einem kurzschenkligen Haken mitten im Rücken gehakt, ist ein Top-Köder an der Schwimmerangel. Alternativ kann man die Fischchen auch am Kopf haken und dann langsam durchs Wasser ziehen. Die Brut  Sie lässt sich gut im (kleinen) Gartenteich halten, aber nur schlecht im Aquarium. Probieren sie doch mal die Zucht von Moderlieschen im Teich, die vermehren sich schneller als die Karnickel, wenn man ihnen Seerosenstängel zum Ablaichen bietet. Im zweiten Jahr haben sie die ideale Größe für die Forellen- und Aalangelei.

- Man schneidet aus Tintenfischarmen schmale Streifen und befestigt sie L-förmig auf dem Haken. Wenn man diese Fetzen durch den Forellenteich schleppt, trudeln sie verführerisch. Auch Regenwürmer befestigt man am Besten L-förmig auf dem Haken.

- Wenn man Maden über Nacht in Vanillezucker einlegt, ergibt das einen guten Forellenköder.

- Heuschrecken und kleine grüne Raupen sind der absolute Forellenhit im Sommer.

- Forellenrogen, in einem Stückchen Damenstrumpf am Haken befestigt, ist ein prima Forellenköder.

bild2.jpg

<= Man montiert wie folgt: vor dem Wirbel oder Stopper zieht man eine Wasserkugel auf die Hautschnur (diese bringt beim Auswerfen die nötige Weite), etwa 1 Meter weiter vorn montiert man ein Stückchen Styropor oder eine kleine Pilotpose aufs Vorfach, ca. 30 cm weiter vorn kommt der beköderte Haken.. Wenn ein Fisch abzieht, stört die Wasserkugel nicht den Fisch, weil sie ja frei beweglich auf der Hauptschnur montiert ist. Das Styropor bzw. die Pilotpose dient als Bissanzeiger.

- Stehen die Forellen tief, dann kann man die eben beschriebene Montage auch umdrehen: Haken mit Schwimmteig und 2-3 Maden beködern, Vorfach 20-30 cm. Hinter dem Wirbel läuft eine ganz mit Wasser gefüllte Wasserkugel (an Stelle eines Grundbleis) frei auf der Hauptschnur. Weiter oben läuft ein kleiner Pilotkorken frei auf der Hauptschnur, er wird durch ein Schrotblei gestoppt. Bei dieser Montage befindet sich das Vorfach unter dem Köder, die Wasserkugel ist weniger auffällig als ein Grundblei und durch die gefüllte Wasserkugel kann man sehr weit werfen. (Abb. 2)

- Beim Posenangeln sollte man keine Schrotbleie verwenden, sie können von den Forellen mit Futter verwechselt werden und führen zu Fehlbissen. Stattdessen verwendet man längliche Stylbleie.

- Das Vorfach sollte beim Posen- und Grundangeln möglichst kurz sein (15-20 cm), so schwebt der Schwimmteig knapp über Grund. Stehen die Forellen jedoch hoch, so muss die Vorfachlänge so gewählt werden, dass der Schwimmteig bis 10-15 cm unter die Wasseroberfläche auftreibt.

 
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